Wie wird unsere Zukunft aussehen?

10.09.2019 | Fördermaßnahme "HyLand -Wasserstoffregionen in Deutschland"

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer hat heute neun Wasserstoffregionen in Deutschland bekannt gegeben.
Scheuer:
Wir wollen lieber heute als morgen klimafreundlich unterwegs sein. Wasserstoff-Mobilität erfüllt genau das: Tanken in drei Minuten mit einer Reichweite von 500 bis 700 Kilometern. Wichtig ist jetzt, dass ausreichend Tankstellen bundesweit verfügbar sind. Deshalb unterstützen wir neun Regionen bei der Konzeptentwicklung und beim Aufbau eines Akteurs-Netzwerk vor Ort. Nur mit diesen Vorbildregionen schaffen wir, dass bald bundesweit grüner Wasserstoff im Tank ist.


Mehr Informationen zur Förderung und zum Verfahren unter www.now-gmbh.de/de/bundesfoerderung-wasserstoff-und-brennstoffzelle/wasserstoffregionen-in-deutschland

https://www.now-gmbh.de/de/ueber-now/aufgaben
https://www.youtube.com/watch?time_continue=5&v=uUA90KxGvEw








Aus obiger Tabelle kann man die Energieausbeute von Batterien mit anderen Energieträgern vergleichen.

Selbst dem Amateur fällt auf, dass der aktuelle Stand der Batterietechnik nicht wirklich zufriedenstellend sein kann. In Anbetracht der Tabelle stellt sich doch eher die Frage "warum setzt man denn nicht auf Wasserstoff"?



 

A | Werden mit Strom angetriebene Fahrzeuge die Benzin- oder Dieselfahrzeuge ablösen?

B | Ist die Alternative Wasserstoff / Brennstoffzelle sinnvoll?

C | Oder kann man evtl. bald flüssigen Wasserstoff per LOHC Technologie wie bisher Benzin oder Diesel an der Tanke einsaugen (siehe Auszeichnung / → Deutscher Zukunftspreis des Bundespräsidenten vom 28.11.2018)? Hat die Brennstoffzelle im Fahrzeug nun doch wieder einen großen Vorteil für die Zukunft und fahren in etlichen Jahren LOHC-Autos auf unseren Straßen?

 

Antworten dazu

... A | Da ist der Wunsch wohl der Vater des Gedankens.

Dieses Thema ist sicherlich schon breit getreten und es gibt viele gute Gedanken, die man träumen möchte. Selbst ich bin – nicht nur wegen meines Elektrotechnik-Studiums – ein Verfechter der E-Technologie, aber es wird auch viel verschwiegen, oder sagen wir „nur ganz leise angesprochen“ → der Preis beim Wiederverkauf bez. der mangelnden Rest-Lebensdauer der Batterie.

Habe ich als E-Auto Besitzer ausschließlich am Schnelllader „getankt“?
Dann hat der Kunde, der meinen Gebrauchtwagen kaufen möchte, deutlich weniger an Rest-Batteriekapazität, als würde ich immer brav zu Hause am Schneckenlader 10 bis 15 Stunden lang auf Vollladung ungeduldig gewartet haben. Weitere Anwendungsparameter wie hoher Entladehub und niedrige Temperatur beeinflussen die zur Verfügung stehende Restkapazität nicht unbedingt positiv.

Eine 100 KWh-Batterie (BMW i3, Tesla S100D) kostet aktuell allein ca. 20.000 €.
Wieviel ist mein Fahrzeug in einigen Jahren zum Verkaufsdatum dann wert, wenn der Käufer evtl. noch eine neue Batterie kaufen muss?
Das ist eine spannende Frage, die niemand von der Industrie so leicht beantworten kann – oder will.

Mein Tipp: Wer sich mit dem Gedanken trägt einen Stromer zu kaufen, sollte daher auch einmal die Variante mit Mietbatterie durchkalkulieren.

 

Einen interessanten Bericht dazu gibt es vom → ADAC.

Wie lang ist ein Akkuleben fragt der ADAC → Herrn Markus Lienkamp, Professor für Fahrzeugtechnik.

Burkhard Weskamp

Dipl.-Ing. (FH) Nachrichtentechnik

 

... B und C | LOHC Technik ist ein Verfahren um Wasserstoff für einen Transport energieschonend und gefahrlos zu verflüssigen. Üblicherweise kühlt man den Wasserstoff dazu entweder auf -253°C herunter, oder setzt ihn mit ca. 700 Bar unter Druck. Um dies zu erzielen sind hohe Energien aufzuwenden. Bei der LOHC-Technologie wird dem Wasserstoff ein Wärmeträgeröl zugesetzt und wirkt - einfach ausgedrückt - wie ein Katalysator. Die resultierende Substanz ist nicht brennbar und gefahrlos im Transport. Zur Wiedererlangung des reinen Wasserstoffs am Ort des Gebrauchs wird dieser Prozess wieder umgekehrt.
Das ganze System erlaubt so eine CO²-freie Energieversorgung.

 

Beispiel: Erzeugung von Wasserstoff mittels Sonnenenergie in Südafrika. Transport per Tanker nach Rotterdam oder Hamburg um von dort wie bisher wie bei Diesel oder Benzin üblich zu den Tankstellen geliefert zu werden.
 

Burkhard Weskamp

Dipl.-Ing. (FH) Nachrichtentechnik